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Das Königareal wird zum „Rosengarten“

Dietlikon, 30. Juni 2008 - Der private Studienauftrag der Implenia Development AG für die Überbauung des Königareals in Arbon ist entschieden: Das Beurteilungsgremium empfiehlt der Grundeigentümerin Implenia, das Projekt Rosengarten des Architekten Max Dudler weiterzubearbeiten.

Die künftige Überbauung und Nutzung des Königareals ist durch seine zentrale Lage in der Stadt von grossem öf-fentlichem Interesse (vgl. Statement der Stadt Arbon). Für die Lösungsfindung haben sich die Implenia als Grundei-gentümerin, die Migros als mögliche Mieterin und die Stadt Arbon auf die Durchführung eines Konkurrenzverfah-rens unter mehreren Teams geeinigt. Das Beurteilungsgremium des nun abgeschlossenen Studienauftrags empfiehlt der Implenia, das Projekt „Rosengarten“ des Teams um den am Bodensee (Altenrhein) geborenen Architekten Max Dudler zur Weiterbearbeitung. Die Aufgabe bestand darin, eine attraktive, städtebaulich überzeugende und eigen-ständige Zentrumsüberbauung mit gemischtem Nutzungsangebot (Verkauf, Dienstleistungen/Büros und Wohnen) an der räumlichen Schnittstelle zwischen Altstadt, Bahnhof und dem Areal Saurer WerkZwei vorzuschlagen.


Städtebau und Architektur haben überzeugt
Die städtebauliche Setzung und die Architektur im Projekt „Rosengarten“ haben die Jury überzeugt: Das Projekt schlägt für das Königareal eine ausdrucksstarke und der prominenten urbanen Lage angepasste Überbauung vor. Sie besteht aus einem Sockelgeschoss (mit Migros und Drittläden) sowie sechs Wohnhäusern mit insgesamt 56 städtischen Wohnungen. In Anlehnung an die Nachbarschaft unterscheidet das Projekt die öffentlichen deutlich von den privaten Räumen über den Verkaufsflächen. Der südliche Kopfbau übernimmt die Höhe des benachbarten Ge-bäudes mit der UBS. Die Jury erkannte, dass dadurch der neu zu gestaltende Stadtraum mit der Anbindung an die St. Gallerstrasse, dem geplanten Kreisel, der bestehenden Baumgruppe und der Blickachse in Richtung Bahnhof am besten interpretiert wird. 

Der markante Auftritt der Zentrumsüberbauung nimmt Bezug zu den Bauten aus der Arboner Industriegeschichte (Saurer-Areale) sowie zu späteren beachtenswerten Bauwerken wie das Saurer-Hochhaus. Eine umlaufende Aussen-fassade verleiht dem Projekt Rosengarten gleichermassen einen ruhigen architektonischen Ausdruck und eine starke örtliche Präsenz. Mit Ausfachungen aus Bruchstein wollen die Verfasser nicht nur durch die Grösse der Stadtanlage sondern auch mit Hilfe von gestalterischen Identifikationsangeboten an die bis heute sichtbare Stadt- und Bauge-schichte Arbons anknüpfen. Die sichtbaren Reste römischer Bruchsteinmauerwerke und Fachwerkbauten wurden als historische Referenzen verwendet.


Stadtwohnungen mit Rosengarten
Von der Rebhaldenstrasse und der neuen Kantonsstrasse führen zwei Treppenanlagen auf die vorwiegend private Dachebene des Sockelbaus. Für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner führen die sechs Wohnhäuser mit ihrer leicht aus dem rechten Winkel herausbewegten Formensprache hier ein Spiel von Ein- und Aussichten auf die Nach-barschaft sowie in Richtung Altstadt, See und Berge auf. Zwischen den Wohnhäusern stellen sich die Architekten einen zusammenhängenden Rosengarten vor. Die Zugänge zu den Wohnungen erfolgen im Erdgeschoss über sechs grosszügige Treppenhäuser. Das Wohnungsangebot mit 56 Wohnungen ist für Arbon neu und orientiert sich an modernen Vorbildern bürgerlichen Wohnens. Die Anordnung der Haupt- und Nebenräume ist so gewählt, dass die Wohnungen jeweils bestmöglich von der Rundumsicht profitieren und gleichzeitig vor Lärmimmissionen geschützt sind.


Energie- und Umweltaspekte
Neben den städtebaulichen und architektonischen Aspekten sind die Umweltaspekte für ein nachhaltiges Gebäude ebenso bedeutend. Das Projekt leistet auch punkto Energie- und Ressourcenverbrauch seinen Beitrag. So wird der Gebäudekomplex sowohl für den Bereich Wohnen, Dienstleistung/Büros aber auch im Verkauf im Minergie-Standard realisiert. Die Nutzung des Seewassers als sinnvolle Quelle für Heizung und Kühlung wird geprüft.


Betriebliche und technische Aspekte zur Weiterbearbeitung
Insgesamt hat die Implenia sieben Architekturteams zum Studienwettbewerb eingeladen. Sechs Teams haben bis im April dieses Jahres ein Projekt eingereicht. Nach der ersten Beurteilung wurden Bauart Architekten und Planer AG (Bern, Neuchâtel, Zürich) sowie Max Dudler Architekten AG (Berlin, Frankfurt a.M., Zürich) zu einer Überarbeitung ihrer Projektbeiträge eingeladen. In seinem Bericht hält das Beurteilungsgremium ausdrücklich fest, dass keines der eingereichten Projekte die gestellten Anforderungen vollständig erfüllt hat. So weist auch das siegreiche Projekt Rosengarten in den Erd- und Untergeschossen noch betriebliche und technische Mängel auf. Die Implenia ist jedoch überzeugt, dass diese Mängel ohne Einfluss auf die städtebauliche und architektonische Qualität des Projekts beho-ben werden können.


Gestaltungsplan bis Ende 2008
Parallel zur Weiterbearbeitung des Projekts durch Max Dudler Architekten AG in enger Zusammenarbeit mit Imple-nia wird als nächster Schritt der für dieses Areal vorgeschriebene Gestaltungsplan erarbeitet.

Kontakt:
Christian Wick
Leiter Geschäftsstelle St.Gallen
Implenia Generalunternehmung AG, St.Gallen
Telefon: 071 / 282 50 60
Mail: christian.wick@implenia.com

 

Ausstellung
Studienwettbewerb Zentrumsüberbauung Königareal Arbon

Saurerhalle - Stickereistrasse 6 - 9320 Arbon - 1. Obergeschoss
     
Donnerstag, 03.07.2008 - 16.00 Uhr  bis 20.00 Uhr 
Freitag, 04.07.2008 - 16.00 Uhr  bis 20.00 Uhr
Samstag, 05.07.2008 - 14.00 Uhr  bis 17.00 Uhr 
Montag, 07.07.2008 - 16.00 Uhr  bis 20.00 Uhr
Dienstag, 08.07.2008 - 16.00 Uhr  bis 20.00 Uhr  
Mittwoch, 09.07.2008 - 16.00 Uhr  bis 20.00 Uhr  
Donnerstag, 10.07.2008 - 16.00 Uhr  bis 20.00 Uhr 

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